Liebe Leser/innen meiner Seiten,

 

es wird mich freuen zu bemerken, dass Sie hier gern unterwegs sind. Meine eigenen Gedichte entspringen stets meiner vielseitigen Kreativität und sind an keinerlei einwirkenden Zwang oder Druck (z.B. Verträge und Erfüllungspflichten) gebunden.

 

Natürlich geht für mich auch, nach Beauftragungen samt vorgegebener Themen, Gedichte zu verfassen. Doch gerade Gedichte, die als „lyrisch“ eingestuft werden könnten, entstehen nie so. Das gilt wahrscheinlich nicht nur für mich, sondern für viele andere sehr begabte Menschen auch, welche sich dem Dichten mit Verstand und Seele verschreiben.

 

Darum sträubt sich mir das „Nackenfell“, lese ich gelegentlich in Präsentationen und anderen Darstellungen vom „Erstellen“ von Gedichten. Zutreffend ist diese Bezeichnung nur für jene Gedichte in gereimter oder ungereimter freier Form, die zu Anlässen sachbezogen verfasst werden.

 

Meist sind solche kreativen Geistesergebnisse nicht so umwerfend gut, dass sie in die kleine oder große Geschichte der Literatur eingehen werden. Auch ich habe davon eine reichliche Sammlung. Es sind sogar die Mehr-Ergebnisse dessen, was ein intuitiver Schreiberling durchgängig zu allen Zeiten produziert.

 

Lyrische Gedichte und besonders jene davon, die eventuell in der Literaturanalytik dargestellten Formen des Gedichtes gar noch folgen, sind nicht größter Anteil der Produkte eines Dichters/ einer Dichterin.

 

Zwar wirken veröffentlichte Werke, als stünde darin das komplette Schaffen eines Dichters. Doch selbst in umfassenden Bänden zu Dichters Schaffen bleiben meist alle jene Gedichte und Versuche außen vor, die einfach nicht ausgewählt werden, aber dennoch den umfangreichen Mehraufwand darstellen, von dem nicht allein wegen Zurückhalt gesagt ist, es sei ein nichtwerter Anteil des Gesamtwerkes.

 

Darum finde ich wichtig, diese  Berücksichtigung deutlich hervorzuheben, damit Gerne-Leser von Gedichten, die nicht unbedingt alle auch selbst schreiben erfahren, dass einfach mehr zu einem lyrischen Gedicht gehört, als alles Reden und Bewerben vom „Erstellen“ eines Gedichtes  auszusagen vermag.

 

Noch so viele Anstrengungen von Vertriebshändlern im Verkaufssektor für Lesestoffe werden nicht bewirken, dass ihnen quasi auf „Kommando“ (Auftrag und Bestellung) zufliegt, was mit niedrigen Preisen ohnehin nicht einmal zu einem Zehntel bezahlt/ entlohnt werden kann.

 

Es ist aber gar nicht verkehrt, dass auch dieser Sektor boomt. Ich könnte mich lobend darüber äußern, wenn dort wenigstens wahrgenommen würde, dass wirkliche Lyrik bessere Preise verdient. Stattdessen findet solche Einstellung leider nicht statt.

 

Letztlich spielt sich also Konkurrenz nur innerhalb eines kleinen Teilbereiches ab: „erstellte Gedichte“ von A gegenüber „erstellten Gedichten“ von B usw.

 

Ein lyrisches Gedicht von Z wäre vielleicht die richtige Konkurrenz zu einem von G „erstellten Gedicht“. Ethisch ist dieser Anspruch auch vorhanden, wird aber völlig unter den Tisch gejubelt, indem Auftraggeber AG einem Auftrag annehmenden Schreiber AN nur geringe Preise zahlt, wofür AN natürlich nicht bereit ist, Gedichte abzuliefern, die ihn mehr Intuition und emotionale

Anstrengung kosten, als AG ihm bezahlen will. Mir geht es genauso und darum mache ich das nicht mit.

 

Lyrische Gedichte entstehen aus reiner Intuition. Diese entspringt sehr häufig anderen geistigen Beschäftigungen mit interessanten Themen. Das ist dann wie beim Musiker, dem plötzlich zwei Takte Rhythmik im Kopf herum schweben und er diese unbedingt als Noten auf Papier bringen muss.

 

Oft entstehen auch dem Schreiber/ Dichter zunächst nur wenige Zeilen mit Worten in ihm schwingender Vorstellungen, die auf Papier festgehalten werden. Oft auch nicht, denn nicht immer greift man sofort zum Stift. Dann geht schon mal viel Gutes gleich wieder verloren. Mir persönlich passiert recht häufig, dass ich dann nicht mit gleicher Stimmung beseelt bin, verloren gegangene und nachträglich gut befundene Anfangszeilen eines Gedichtes quasi „in mir“ wiederzufinden.

 

Es ist also für lyrische Gedichte sehr wichtig, welche emotionale Verfassung beim Schreiber selber vorliegt und wie er/ sie (bitte, auch die zahlreichen begabten Damen sind stets wohlwollend mit gemeint) schafft, diese Stimmungslage in sich zu erhalten oder erneut zu bewirken, um letztlich ein Gedicht auch zu enden wie es eingangs begonnen wurde.

 

Grundsätzlich gilt für alle Gedichte, dass ein sogenannter „roter Faden“ sowohl den Inhalt als auch den Verlauf bestimmt.

Mir macht es Freude darüber zu schreiben und so versuche ich an dieser Stelle ganz spontan, Ihnen ein sehr paradoxes Beispiel für ein Gedicht zu geben, das bei mir überhaupt keine Chancen hätte, je als solches eingestuft zu werden:

 

Die Maus

 

Vier flinke Beine

rennen ins Haus.

Sie flitzt um die Ecke,

die kleine Maus.

 

In der Küche steht

am Herd Klein-Hans.

Er rührt die Milchsuppe

für Opa Franz.

 

Opa Franz will nicht,

was Hans ihm kocht.

Auf Omas Brotsuppe

er gern pocht.

 

Der Hans ist verliebt

in Christel Jung.

Sie flitzt um die Ecke,

bringt Hans in Schwung.

 

(usw.)

 

 Bitte bemerken: SO wird es nichts und egal, welche gehobenen Anstrengungen.

 

Ehrlich, mir bildet sich dabei nebst einem schiefen Grinsen im Gesicht auch reichlich Gänsehaut im Genick. Nun gut, als schlechtes Beispiel können diese Verse gelten. Sie sind von mir :-))

 

Dem gegenüber bergen lyrische Gedichte auch immer noch etwas Geheimnisvolles, ... 

 

Weiterlesen?

 Bitte HIER entlang.

 

 

Meine Homepages

 

Genaue Uhrzeit
Jahreskalender

Es wird gebeten, stets die

Urheberrechtshinweise im

Impressum zu beachten.

Missbräuchlicher Umgang

mit Inhalten dieser Page führt unweigerlich zu

rechtlicherAhndung. (skb)

LINKs zu Freunden

  Engelbilder und mehr

Acryl v. Jutta Borree, NRW